Schwäbische Alb erhält Bundesförderung für Projekt Geocaching-Tour

Das Auswärtige Amt fördert auf Beschluss des Bundestags die deutschen UNESCO-Geoparks mit knapp 200.000€. Damit sollen Projekte entstehen, die auf aktuelle Herausforderungen wie zB Klimawandel, Armut, sauberes Wasser etc. aufmerksam machen. U.a. wird eine Geocaching-Tour auf der Schwäbischen Alb entstehen.

„UNESCO-Geoparks sind Regionen, die Erdgeschichte besonders anschaulich zeigen sowie bedeutende Fossilfundstellen oder Gesteinsformationen vorweisen. Durch Bildung, Schutz und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung machen sie das Erbe ihrer Landschaft erlebbar. Sie schaffen Identifikation mit der Region, fördern Tourismus und machen Herausforderungen des globalen Wandels in der Region zum Thema.

Das UNESCO-Geoparkprogramm wurde 2015 ins Leben gerufen. Derzeit gibt es insgesamt 161 UNESCO-Geoparks in 44 Ländern, sechs davon in Deutschland.“

Quelle: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/geoparks/geoparks-deutschland/erstmals-foerderung-aus-bundesmitteln/

5 Projekte werden von September bis Dezember 2020 gefördert. Beteiligt sind alle 6 deutschen UNESCO-Geoparks sowie 2 weitere deutsche Geoparks.

Hier geht es zum offiziellen Pressetext -> klicken <-

Geocaching-Tour: die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele spielerisch übermitteln

die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele als Bild

@ Die Bundesregierung

Eines dieser 5 Projekte ist eine Geocaching Tour auf der Schwäbischen Alb die spielerisch auf alle 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDSG) hinweisen soll. Erarbeitet wird das Pilotprojekt „Geocaching-Tour“ vom Landkreis Reutlingen. In den weiteren Schritten soll es dann auf weitere Alb-Landkreise übertragen werden können. Dafür erhält der Landkreis Reutlingen eine Förderung i.H.v. 15.000€.

Wer jetzt denkt: „Die machen aber mal so richtig Geld mit ihrer Geocaching-Tour!“ dem sei gesagt, dass dem nicht so ist. Denn den 15.000€ stehen Kosten für Planentwürfe, Mitarbeiter die Auf- und Umbauarbeiten vornehmen sowie die regelmäßige Pflege, Druck von Broschüren, nicht zu vergessen von mind. 1/2 Planstelle einer hauptamtlichen Person die das Projekt verantwortet … und sicherlich noch vieles mehr gegenüber.

Mit Hilfe der Geocaching-Tour sollen die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele spielerisch übermittelt werden um das Bewusstsein für die Themen zu schärfen und ein Umdenken zu bewirken. 2021 soll im Rahmen der Nachhaltigkeitstage (N!-Tage) Baden-Württemberg die Geocaching-Tour eröffnet werden.

 

SDG-Portal

SDG = Sustainable Development Goals (internationale Nachhaltigkeitsziele)

Wenn du wissen möchtest, wie es in deiner Kommune um die SDG steht, rufe die Seite https://sdg-portal.de/de auf, gebe den Namen deines Heimatortes (oder den nächsten Ort ab 5000 Einwohner) ein und lass‘ dich überraschen.

UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb

Zitat:

„Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb umfasst die zehn Alb-Landreise und erstreckt sich mit rund 6.200 km² über die gesamte Schwäbische Alb. Die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb ist einzigartig. Ihr erdgeschichtliches Erbe ist einmalig. Das hat die UNESCO veranlasst, dem Gebiet 2015 ihr Qualitätssiegel zu verleihen und in die Liste der bedeutendsten Naturlandschaften der Welt aufzunehmen. Es gibt in Deutschland noch fünf weitere UNESCO Global Geoparks. Weltweit sind es derzeit 161. Die Schwäbische Alb, ein Gebirge aus Gesteinen der Jurazeit, ist erdgeschichtlich von herausragender internationaler Bedeutung. Sie besitzt eines der größten Höhlenvorkommen Europas und ist für ihren Fossilienreichtum berühmt.

Durch die besondere Topografie mit schützenden Höhlen und geologischen Rohstoffen wurde die Schwäbische Alb zur Geburtsstätte der menschlichen Kultur. In den Höhlen fand man die ältesten figürlichen Kunstwerke (Venus vom Hohle Fels und Löwenmensch) sowie die ältesten Musikinstrumente der Menschheit. Ebenfalls albtypisch ist der Vulkanismus vor 12-15 Millionen Jahren, der über 350 Vulkanschlote, Krater, Maare, Moore, Thermal- und Mineralquellen hinterlassen hat. Neun der 77 Nationalen Geotope Deutschlands sind auf der Schwäbischen Alb zu finden. Sie besitzt fünf UNESCO-Labels (darunter die Welterbestätten und das Biosphärengebiet).

Aufgabe des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb ist, die geologische Bedeutung der Alb im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, Menschen für Erdgeschichte zu begeistern und das Erbe sowie den Lebensraum zu erhalten. Mit dieser Zielsetzung werden Projekte in den Bereichen nachhaltige Regionalentwicklung, Geotourismus, Geo- und Umweltbildung (Geopark-Schulen), Geotopschutz und Besucherlenkung (Geopoints) realisiert. Der Geopark Schwäbische Alb betreut ein Netzwerk von 28 Infostellen, darunter Schauhöhlen, Museen, Naturschutzzentren und Bildungseinrichtungen. Zum Geopark-Netzwerk gehören zahlreiche Natur-, Höhlen- und Landschaftsführer und Geopark-Schulen. Sie alle sind Botschafter des Geoparks.

Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb ist eine Non-Profit-Organisation. Ihr gehören die zehn Landkreise an sowie der Schwäbische Alb-Tourismus-Verband, der Industrieverband Steine & Erden Baden-Württemberg, die Stiftung Kessler + Co für Bildung und Kultur sowie die Kommunen Steinheim a. Albuch, Schelklingen und Beuren. Vorsitzender ist Markus Möller (Erster Landesbeamter Alb-Donau-Kreis). Geschäftsführer ist Dr. Siegfried Roth. Die Geschäftsstelle befindet sich in Schelklingen, wo fünf Mitarbeiter beschäftigt sind.“

Quelle: https://www.geopark-alb.de/pdf/Pressemitteilungen/PM_2020_10_16_Foerderung-der-Geoparks_Bund.pdf

 

 

 

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