Pressebericht verbrennt Geocache(s)

Wer kennt das nicht, man meint es gut und unternimmt das vermeintlich Richtige und schwupps fliegt einem die Geschichte um die Ohren. So geschehen in einem Artikel des Haller Tagblatt vom 5.Mai 2015

Der erste Satz der dort geschrieben wird „Was macht der Mann da mitten auf der Verkehrsinsel? Er sucht den Boden ab, ein Smartphone in der Hand … Diese Leute sind Schatzsucher. Geocacher. ist bereits das Todesurteil des Geocaches (GC3GKD1) „Präsentierteller“; er ist verbrannt. Wie nicht anders zu erwarten, hat der betreffende Owner diesen (und andere im Zentrum von Schwäbisch Hall) sofort deaktiviert. Jeder Autofahrer – es fahren viele an dieser Stelle vorbei – der den Artikel gelesen hat wird Ausschau nach Menschen auf dem Kreisel halten.
In den nächsten Sätzen wird auch auf das Thema Trackables eingegangen: „…holt eine Münze hervor…Sie trägt eine Nummer. Somit ist sie ein Cache, den man verfolgen kann. Und diese Caches bekommen ein Ziel: „Ich will nach Japan“ oder „Ich will die Welt bereisen“.
Genau; und meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad 
Es handelt sich um eine Geocoin. Eine Geocoin ist ein Trackable (oder auch Reisender) und kein Geocache. Ein Huhn ist bekanntlich keine Kuh!

Es wird nicht besser „Wer bei Geocaching angemeldet ist, bekommt eine Nachricht, sobald es in seiner Nähe einen neuen Cache gibt. Und dann geht’s los. Denn jeder will der Erste sein.“ Der geneigte Geocacher wird sich jetzt fragen warum auf Premium/Basic-Mitgliedschaft nicht hingewiesen wurde, denn nur ein Premium-Mitglied bei der Firma Groundspeak bekommt diese eMail und nur wenige beteiligen sich an der Jagd nach dem FTF. Selbst auf das was „der Erste“ ist wurde nicht eingegangen.

Ob dieser und noch weiteren Ungereimtheiten schrieb ich den Geocacher aus dem Artikel an. In der Vergangenheit hatten wir hin und wieder netten Mail-Kontakt und ich konnte nicht glauben, dass er so einen Schwachsinn erzählt hatte. Die Antwort kam so schnell wie resignierend… Der Beitrag sollte eine andere Richtung haben. Ich hoffe du bist mir nicht böse, wenn ich deine letzten Sätze aus der Mail kopiere, denn besser kann man „schlechten Journalismus“ nicht beschreiben …dass diese Beispiele in dem Artikel landen war mir nicht bewußt. Zudem hat sie einige Dinge schlichtweg falsch und nicht meinen Aussagen entsprechend wiedergegeben.

Dies deckt sich mit den Erfahrungen die viele andere bereits mit der Presse machen mussten. Die Presse springt auf einen „Zug“ auf, hat keine Ahnung, bekommt nicht genug Platz und kürzt, dass nichts mehr passt. Viele die bisher mit der Presse zu tun hatten sagen das Selbe

Letztendlich sollte bereits im Vorfeld klargestellt werden „erst den fertigen Artikel zeigen, dann gebe ich ihn frei oder auch nicht„. Hierbei wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Ein guter Journalist wird es akzeptieren, da er/sie nichts Unwahres schreiben will und alle anderen der Schreibenden Zunft werden ablehnen da es ihnen nur auf die Zeilen ankommt die von der Zeitung bezahlt werden und weniger auf den Inhalt. Noch besser wäre jedoch: Man hält sich einfach bedeckt und nutzt die freie Zeit sinnvoll…

4 Replies to “Pressebericht verbrennt Geocache(s)”

  1. Sorry, aber Du schreibst da genauso „unwissend“ Quatsch wie der Journalist – ich weiss ja nicht wieviel Du bisher mit diesem metier zu tun hattest, aber es ist genau ANDERSHERUM als Du behauptest:

    ein SERIÖSER Journalist wird einen redaktionellen Artikel NICHT vom Interviewpartner vorab „freigeben“ lassen, das deckt sich nicht mit dem Pressekodex und dem, was man in seiner Ausbildung lernt ;)
    Er lässt den Interviepartner maximal drüberlesen, ob inhaltlich alles korrekt ist, mit „freigeben“ hat das aber nichts zu tun.
    Ich nehme an, Du hast Dir diese Annahme/Behauptung selbst ausgedacht…?!

    Aber um mal den Spieß umzudrehen:
    vll lag das Missverständnis ja auch nicht am Journalisten, sondern vielleicht hat der Interviewpartner sich einfach nicht deutlich genug ausgedrückt und dem Journalisten nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, was in den Artikel rein darf und was nicht…?! Soll ja auch schon vorgekommen sein (in meinen 20 Jahren Berufserfahrung sicher in 25% der Fälle!).
    Sorry, aber ich habe auch mal ein Presseteam durch einen meiner NCs geführt, ihnen aussrücklich und genau erklärt, was erwähnt werden darf und was tabu ist, und es kam ein hervorragender Artikel heraus.

    Aber das nur als Gedsnken am Rande…eigentlich wollte ich Dir nur mitteilen, dass das mit dem „freigeben“ absoluter Quatsch ist :wacko:

    1. Es freut mich wirklich, dass du einen 5 Jahre alten Beitrag gelesen und kommentiert hast.

      Leider ist er in 2020 genauso aktuell wie in 2015 – die „Profis“ schreiben nach wie vor in 95% aller Fälle nur Unsinn wenn in Zeitungen und Magazinen über Geocaching berichtet wird; speziell in den letzen 2 „Corona“ Monaten. Daher bleibe ich bei MEINER Aussage: Ich rede erst dann mit Presse-Vertretern über Geocaching, wenn ICH den Beitrag freigeben kann. Ich möchte mich bei einem falschen Bericht oder aufgrund von widersinnigen Kürzungen in der Geocaching-Gemeinschaft nicht lächerlich machen.

      Und wenn „freigeben“ absoluter Quatsch ist, braucht mich kein Journalist um ein Interview zu bitten :zwinkern:

  2. Caches in Kreis Verkehren haben es nicht besser verdient. Warum müssen Cache und Cacher auf dem PräsentierTeller vorgeführt werden? Was ist Zeigenswert am Kreisel? Besinnt Euch auf das was GeoCaching ist. Zeigt schöne Orte ohne Muggles. Und die Pressefreiheit ist wichtiger als ein Cache.

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