Kann ich meinen Geocache in die Winterpause schicken?

Immer wieder ploppt kurz vor der kalten Jahreszeit die Frage auf, ob man seinen Geocache bei Geocaching.com in die Winterpause schicken kann.

Winterpause

Aktuell musste ein Hörer der Cachefrequenz erfahren

„… Wir hatten eine schöne Idee für einen Cache vor unserem Haus. Weil wir dort aber schon ein TB Hotel haben sind wir auf den Gedanken gekommen. Das Hotel Saison bedingt zu öffnen und zu schließen . Mit dem passendem Attribut dafür. Die ersten 6 Monate im Jahr hat das Hotel geöffnet und die letzten 6 Monate wollten wir unsere neue Dose eröffnen. Praktisch eine Sommer und Winter Dose zum hin und her schalten. Leider hat der Reviewer das nicht zugelassen. Obwohl laut Guidelines wir nichts falsch gemacht haben…“

Quelle: http://cachefrequenz.de/cf136-gruseligezeitumstellung

Eine Winterpause ist bei Geocaching.com seit 2014 nur noch möglich, wenn der Geocache von der Fledermausschutzzeit betroffen ist.  In den Guidelines von Groundspeak steht:

„… Verstecke Deinen Cache so, dass er dort lange bleiben kann.
Vorübergehende Caches, die weniger als drei Monate aktiv sein sollen, werden nicht veröffentlicht. […] Ein Cache-Listing kann für einen angemessenen Zeitraum deaktiviert bleiben – normalerweise bis zu vier Wochen lang.“

Quelle:https://www.geocaching.com/play/guidelines#accessible

Somit hat der Sommer/Winter Geocache 2 Probleme. Zum einen einen Abstandskonflikt, denn es muss bei Geocaching.com ein Mindestabstand von 161m zwischen einzelnen Caches eingehalten werden. Bei Opencaching.de ist die Versteck- und Suchfrequenz noch lange nicht so groß wie bei Geocaching.com. Daher gibt es bei Opencaching.de keinen Mindestabstand. Powertrail-Liebhaber könnten dort 1000 Filmdosen in ein 500-Liter Fass werfen und den Geocacher stundenlang mit signieren beschäftigen  :pfeiffen:

Und das 2.Problem ist, dass der Geocache 6 Monate am Stück deaktiviert sein soll; laut Guidelines wird „normalerweise“ 4 Wochen akzeptiert. Somit „verstößt“ ein Saisonaler-Wechsel-Geocache gleich doppelt den Groundspeak-Guidelines.

 

Ist denn eine Winterpause bei Schnee möglich?

Wenn es allerdings so ausschaut wie letztes Jahr auf dem Brocken
WinterpauseWinterpause

bekommt der eine oder andere Geocache-Owner sicherlich Schnappatmung und Angst um seine verbaute Elektronik. Oder der Geocache liegt schlicht unter einer meter-dicken Schneeschicht bei der ein herankommen ans Logbuch ausgeschlossen ist. Nun liegt die einfachste Möglichkeit auf der Hand: Der Geocache wird über den Winter deaktiviert und mit nach Hause genommen.

Wäre auch richtig würde Groundspeak das seit 2014 nicht mehr wollen. Denn ein Geocache sollte dauerhaft gefunden werden können und wie wir weiter oben gelesen haben max. 4 Wochen deaktiviert sein. Danach kommen die „Archiv-Reviewer“ ins Spiel. Es ist nun mal der Job von eigengott & Co. bei dem sie viel verbale Prügel einstecken müssen obwohl sie nur das machen, was ihre Aufgabe ist: Dafür sorgen, dass ein Geocache gefunden werden kann. Sprich: Ist der Geocache zu lange deaktiviert wird der Owner von ihnen „angezählt“ und wenn sich nichts tut wird der Geocache von den Archiv-Reviewern ins selbige geschoben (ja – mich hat es auch schon erwischt :nein: ) und genau das wird deinem Geocache passieren, wenn er 3 Monate lang in Winterpause geht.

Was kann ich machen um meine Elektronik/meinen Geocache zu schützen?

Keine Angst, aktuell gibt es Grauzonen die (noch) akzeptiert werden. Du lässt dein Geocache-Listing aktiv, nimmst aber deinen Geocache/die Elektronik mit nach Hause, setzt das „Schneeflocken-Attribut“ und schreibst vor den Geocache-Namen WINTERPAUSE. Nun weiss jeder vernünftige Geocacher, dass hier erstmal Schicht ist im Schacht.

Allerdings schützt es dich nicht vor der Geocaching-Hilfspolizei die nur deshalb einen NA loggt, weil es „nicht richtig“ ist was du hier machst :peitsche:   und schon wirst du doch von den Archiv-Reviewern angezählt werden.

Oder du nimmst ihn wirklich nur in der Zeit des größten Schnees aus dem Spiel – für max. 4 Wochen…

  :rip:

 

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3 Kommentare zu Kann ich meinen Geocache in die Winterpause schicken?

  1. baer sagt:

    Ich weiß wirklich nicht, warum immer die „berühmten“ 4 Wochen als so dramatisch empfunden werden. „Traumatische“ Erlebnisse aus der Vergangenheit?

    Ich habe grade in letzter Zeit einige Beispiele miterlebt (bei fremden Caches), wo die Reviewer hier mit viel Augenmaß agiert haben. Und so sollte es ja eigentlich auch sein.

    Es scheint so zu sein, dass wenn man gut begründen kann, warum die aktuelle Sperrung halt ein wenig länger dauert und diese auch überzeugend dem Reviewer darlegen kann, man die 4 Wochen weit überschreiten kann. In einem Fall war es sogar glaube ich über ein halbes Jahr, wo eben keine Archivierung stattfand.

    Aber wie gesagt, es scheint so zu sein, man muss sich Arbeit machen, man muss kommunizieren und man muss überzeugend sein. Wenn man einfach nichts tut, die 4 Wochen einfach so verstreichen lässt, ohne auch nur eine Reviewer-Note geschrieben zu haben oder den Reviewer angeschrieben zu haben, dann findet sogar mit Sicherheit die Archivierung statt.

    Es ist das alte Lied: Tut man was, kann man verlieren. Tut man nix, hat man schon verloren…

  2. webmicha sagt:

    Noch eine Anmerkung zu:
    „Obwohl laut Guidelines wir nichts falsch gemacht haben…“
    Naja, zumindest haben diese Cacher die Guidelines entweder nicht richtig gelesen, oder nicht verstanden. Oder nicht verstehen wollen ;).

  3. webmicha sagt:

    Man kann auch einfach Caches auslegen die jede Witterung mitmachen, das ist ganz einfach. Ansonsten wird ein Cache der unter einer meterdicken Schneedecke liegt sowieso eher nicht gefunden, also braucht man ihn auch nicht deaktivieren.

    Wer einen Cache auslegen will der empfindlich ist, der muss schauen, dass die Umgebung dazu passt, oder man schützt den Cache phsysisch so, dass er rauen Bedingungen standhält.

    Diese ganze Winterpause-Diskussion ist sowas von unnötig.

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