Ein neuer Pressebericht über Geocaching

Ein Pressebericht zum Thema Geocaching Mit GPS-Gerät durchs Dickicht erschien am 4.Mai 2018 in der Schwäbischen Zeitung. Warum ich den Artikel be(tr)achte und verlinke?

Pressebericht

Die Redakteurin fragte vor einiger Zeit in einer Facebook-Gruppe nach Geocachern, die ihr das Hobby Geocaching erklären könnten. Soweit so gut – ich gehe sehr gerne mit Neucachern auf Geocaching-Tour um das Hobby zu erklären. Steht aber bereits im Vorfeld fest, dass daraus ein Pressebericht gemacht wird, sinkt meine Begeisterung gegen Null.

In den letzten Jahren waren die meisten Presseberichte entweder schlecht recherchiert,  reißerisch geschrieben oder unterirdisch schlecht gekürzt damit der Bericht gerade noch so in einen freien Bereich passte – zumindest kam es mir so vor. Irgendwie habe ich das Gefühl, wenn irgendwo ein paar Zeilen frei sind, muss sich jemand aus der Redaktion mit dem Thema Geocaching beschäftigen. Die Redakteurin erhielt auf Facebook ähnliche Rückmeldungen und geht im Bericht auch darauf ein.

Nun hat die Redakteurin also ein Geocacher-Pärchen gefunden das ihr Geocaching näher brachte. Die ersten Zeilen des Presseberichts lesen sich auch noch ganz gut. Zwar ist der Artikel ausnahmsweise mal ordentlich recherchiert, aber beim Lesen bekam ich immer mehr das Gefühl, dass in einen kurzen Bericht alles an verfügbaren Informationen einfließen mußte.

In meinen Augen wirkt der Artikel gehetzt, unvollständig und oberflächlich; genau die Punkte weshalb Geocaching in der Presse – wenn überhaupt – eine Doppelseite benötigt. Ich kann Fußball auch in 5 Minuten erklären und dann heißt es „Abseits ist, wenn der Ball von einem angreifenden Spieler angenommen wird, obwohl er vor dem gegnerischen Torwart der letzte Spieler ist.“ Grundsätzlich stimmt das, aber eben nicht ganz – jeder Fußballfan wird sich bei meiner Erklärung die Haare raufen  :whistle:

So passieren im Artikel Fehler wie Letterboxen mit Briefkästen zu vergleichen in denen Postkarten abgelegt werden. Die Erklärung zur Letterbox möchte ich aber anderen überlassen die es im Cachewiki besser formuliert haben: Letterbox Hybrid und Letterboxing

Als ich den Pressebericht fertig gelesen hatte stellte sich mir die Frage „Gibt es in diesem Bericht einen Mehrwert für den geneigten Leser?“ :unsure: Geocacher kennen alles genannte und Nicht-Geocacher werden vom Fachchinesisch erschlagen…

Trotz allem ist dieser Bericht einer der besseren Presseberichte über Geocaching der letzten Jahre. Sollte Frau B. wirklich gefallen am Geocaching gefunden haben, freue ich mich auf einen Artikel in einem Jahr – wenn sie „tiefer in die Materie“ eingestiegen ist   :good:

 

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3 Kommentare zu Ein neuer Pressebericht über Geocaching

  1. Trubo sagt:

    Hat da etwa ein Blogger in den Spiegel geschaut ?!
    Geht lieber cachen anstatt darüber zu berichten…

  2. André sagt:

    Abgesehen von der Letterbox-Erklärung, ein toller Beitrag.

  3. mic@ sagt:

    Der Zeitungsartikel ist in der Tat recht einseitig. Wer mich kennt, weiss, was genau ich meine :-)

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